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Gib mir den Anblick deines Seins, o Welt... Den Sinnenschein lass langsam mich durchdringen...
So wie ein Haus sich nach und nach erhellt, bis es des Tages Strahlen ganz durchschwingen – und so wie wenn dies Haus dem Himmelsglanz noch Dach und Wand zum Opfer könnte bringen – dass es zuletzt, von goldner Fülle ganz durchströmt, als wie ein Geisterbauwerk stände, gleich einer geistdurchleuchtenden Monstranz:
So möchte auch die Starrheit meiner Wände sich lösen, dass dein volles Sein in mein, mein volles Sein in dein Sein Einlass fände – und so sich rein vereinte Sein mit Sein.
Christian Morgenstern
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